”Au revoir Petit Paris, bonjour tristesse”

Posted on 28. Juli 2014

Mit großen Verheißungen angekündigt, irritiert das Nachfolgekonzept für das beliebte „Petit Paris“.

Die Idee war gut, die Umsetzung allerdings enttäuscht nun selbst frühe Befürworter eines gastronomischen Neuanfangs auf dem Schulhof des Theodorianum.

Portrait von Thomas Wetzlar

Thomas Wetzlar, FDP Stadtverbandsvorsitzender

„Wir stehen voll und ganz hinter der Idee, einen der prominentesten Plätze des Liborifestes nicht länger an externe Aussteller zu vergeben, sondern gemeinsam mit einigen unserer Paderborner Top-Gastronomen einen kulinarischen Neuanfang zu wagen“, so Thomas Wetzlar, Stadtverbandsvorsitzender der Paderborner FDP. Auch seine Partei habe das Konzept von Anfang an unterstützt und sich auch bei der Abstimmung im Rat klar dafür ausgesprochen.

Nachdem den Veranstaltern des „Petit Paris“ aufgrund wiederholter Hygienemängel und Problemen beim Brandschutz für 2014 keine erneute Genehmigung erteilt werden konnte, hatte der Stadtrat etliche Konzepte geprüft und der Idee des „Plaza Europa“ den Vorzug gegeben.

„Dennoch kommen wir nicht umhin anzumerken, dass das derzeit verfolgte Konzept an den Interessen vieler Paderborner vorbeigeht“, spielt Wetzlar an auf die unzähligen kritischen Stimmen zum Start des „Plaza Europa“. „Vor allem diejenigen, die nicht erst nach Sonnenuntergang mit ihrer Liboritour starten, nehmen das Angebot auf dem Schulhof des Theodorianum mit großer Enttäuschung zur Kenntnis. Und auch Familien mit kleineren Kindern fühlen sich einer stimmungsvollen Oase beraubt.“

Das Konzept mag im Dunkeln mit seiner aufwendigen Lichtshow seine volle Leistungsfähigkeit entfalten. Tagsüber und bis hinein in die Abendstunden erwartet die Paderborner allerdings eine vergleichsweise kümmerliche Präsentation, die einem Vergleich mit den aufwendigen Kulissen des beliebten „Petit Paris“ in vielerlei Hinsicht nicht standhält.

„Wir müssen nun etwas Geduld aufbringen und uns darauf verlassen, dass die Veranstalter nun zügig nachjustieren werden,“ beschwichtigt Wetzlar die aufgebrachten Gemüter. Der blaue Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, vielen Paderbornern noch in böser Erinnerung, wurde in den Folgejahren schließlich ebenfalls wieder anders dekoriert.

Thomas Wetzlar: „Die Paderborner FDP wird sich nachdrücklich dafür einsetzen, dass eine Rückbesinnung auf einen ganzheitlichen Ansatz beginnt, der auch Familien und Tagesgästen ein attraktives Angebot macht. Wir haben keinen Zweifel daran, dass das mit den derzeitigen Partnern gelingen wird.“


Noch keine Kommentare zu "''Au revoir Petit Paris, bonjour tristesse''"


    Möchten Sie einen Kommentar hinzufügen?

    Ein wenig html im Kommentarfeld ist erlaubt.