Absage zum Neubau der Stadtverwaltung

Posted on 29. April 2019

Die Paderborner FDP unterstützt das Bürgerbegehren gegen den Neubau der Gebäudeteile C/Ca der Stadtverwaltung. „Wir sehen in der großen Zustimmung mit mehr als 8.000 Unterschriften ein deutliches Signal an CDU und SPD und danken den Initiatoren des Bürgerbegehrens für ihre beharrliche Unterschriftensammlung bei Wind und Wetter“, so FDP-Stadtverbandsvorsitzender Dr. Michael Hadaschik. „Entweder CDU und SPD überdenken jetzt ihre Position und verzichten auf die sture Durchsetzung des Neubaus in der geplanten Form oder überlassen den Bürgern darüber die Entscheidung, wie es die Gemeindeordnung vorsieht“.

20190429_125653 Für die FDP gibt es mehrere Gründe, warum der geplante Neubau nicht akzeptabel ist. Dadurch, dass der geplante Neubau der Gebäudeteile C/Ca höher und weiter in den Marienplatz hineinragen soll, kommt es zur Zerstörung der historischen Struktur und des Baumbestandes am Marienplatz. Auch ohne diese fatalen Konsequenzen für den Marienplatz würde die Massivität des Bauwerks einen großen Schaden für das kleinteilige Stadtbild bedeuten und keineswegs neue Sichtachsen eröffnen. Hinzu kommt die Platzverschwendung im Inneren des Gebäudes, die an luxuriöse Repräsen­tationshallen erinnert. Dementsprechend teuer ist auch der Baupreis pro qm für den Neubau. Auch die geplante Tiefgarage passt in dieses Bild. Wie lange dann der Bau ruhen wird, weil in diesem Paderborner Kerngebiet erst die Archäologen ihre Arbeit verrichten müssen, kann man sich gut vorstellen. Überdies sollen hier überwiegend interne Verwaltungsämter ohne Publikumsverkehr untergebracht werden, denn Jugend- und Sozialamt haben ihre Räume im Verwaltungsgebäude am Hoppenhof. Nach FDP-Auffassung wären eine Sanierung und Fassadenneugestaltung der bisherigen Gebäudeteile die weitaus kostengünstigere Alternative. Dabei könnte man auch prüfen, ob Teile des Gebäudes für eine Wohnnutzung und für kleine Ladengeschäfte und Restaurants zur Verfügung gestellt werden können. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Belebung der Innenstadt. Das Beispiel der Königsplätze zeigt, dass zwar Fördermittel des Landes schnell beantragt sind, aber dann viele Baustellen im wörtlichen und übertragenen Sinn übrigbleiben und die versprochene Attrak­tivitäts­steigerung der Innenstadt auf sich warten lässt.


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